Gartentipp des Monats

Wir starten mit 10 guten Vorsätzen in das neue Gartenjahr. Wer macht mit? Hier sind unsere Anregungen für einen rundum glücklichen Garten.

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Alte Obstbäume: Sortenschätze gesucht!

24.09.2026

In der Region Bamberg stehen noch alte Apfel- und Birnbäume, die wahre Sortenschätze bergen können. Manche dieser Sorten sind heute so selten, dass sie in keiner Baumschule mehr erhältlich sind. Um diese wertvollen Sorten aufzuspüren und für die Zukunft zu erhalten, sind die Regierung von Oberfranken, die Kreisfachberatung und die Streuobstberatung auf der Suche nach besonderen Obstbäumen.

Mitte September ist ein Pomologe – also ein Experte für Obstsorten – im Landkreis Bamberg unterwegs. Anhand der Früchte wird Hans-Joachim Bannier Apfel- und Birnensorten bestimmen und kartieren. Besonders interessante und seltene Sorten sollen anschließend vermehrt und damit langfristig erhalten werden.

Gesucht werden insbesondere sehr alte Apfel- und Birnbäume, die älter als 100 Jahre sind, Obstbäume mit einer besonderen Geschichte oder Vorgeschichte sowie Bäume mit außergewöhnlichen Früchten. Kennen Sie in Ihrer Gemeinde einen solchen Baum, der in diesem Jahr zumindest einige Früchte trägt? Dann freuen sich Stefan Grundner (stefan.grundner@lra-ba.bayern.de, 0951 85449) oder Alexandra Klemisch (alexandra.klemisch@lra-ba.bayern.de, 0951 85534) über einen Hinweis.

Welche Sorte hütet der alte Apfelbaum?

Wer schon immer wissen wollte, welche besondere Sorte sich hinter einem alten Apfelbaum verbirgt, den vielleicht schon der Großvater gepflanzt hat, bekommt jetzt Gelegenheit zur Sortenbestimmung.

Der Landkreis Bamberg bietet am Donnerstag, 24. September, einen besonderen Service an: Im Bauernmuseum Bamberger Land in Frensdorf bestimmt der Obstexperte Hans-Joachim Bannier von 16.00 bis 19.00 Uhr mitgebrachte Äpfel und Birnen. Vielleicht lässt sich dabei das Geheimnis so manchen alten Obstbaums lüften.

Damit eine möglichst zuverlässige Sortenbestimmung gelingt, sollten bei der Ernte und beim Transport einige Punkte beachtet werden:
• Bitte nur Äpfel und Birnen von besonders alten Bäumen mitbringen.
• Pro Sorte sollten drei bis fünf Früchte mit Stiel vorgelegt werden.
• Die Früchte sollten voll ausgereift, normal ausgebildet, gut ausgefärbt und madenfrei sein.
• Geerntet werden sollte möglichst kurz vor dem Bestimmungstermin an einer gut belichteten Stelle der Außenseite der Baumkrone.
• Die Früchte bitte nicht waschen oder polieren.
• Sie sollten nicht mit parfümierten Händen angefasst werden.
• Für Transport und Lagerung bitte keine Plastiktüten oder Kunststoffbehälter verwenden.
• Besonders schonend lassen sich die Früchte in Papiertüten, Stoffsäcken oder Weidenkörben transportieren.

Falls Sie einen interessanten Baum in Ihrem Garten oder auf Ihrer Wiese haben, den Bestimmungstermin aber nicht wahrnehmen können, haben Sie die Möglichkeit, bis zum 23.9. eine Sortenprobe inklusive Ihrer vollständigen Kontaktdaten (Name, Anschrift, E-Mail, Telefonnummer) bei der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege abzugeben, erreichbar im Landratsamt Bamberg, Ludwigstr. 23, 96052 Bamberg.

Bitte geben Sie nur Sortenproben von Bäumen ab, die mindestens 50 Jahre oder älter sind.

Tipp: Die nächste Gelegenheit zur Sortenbestimmung durch einen Apfelkundler bietet der Kreisverband auf dem Apfelmarkt in Schönbrunn am 11.10.2026 von 10.00 – 17.00 Uhr an.

Apfelmarkt 2026 in Schönbrunn im Steigerwald